Mehr Schub, Scotty!
Workshop zum Thema Raketentechnik an der OBS Sickte
Ein engagiertes Team der ERIG (Experimental Raumfahrt Interessengemeinschaft e.V.), einer studentischen Vereinigung am Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig, besuchte kurz vor den Herbstferien die Oberschule Sickte und führte dort einen Workshop zum Thema Raketentechnik durch.
Nein! Raketen stoßen sich nicht von der Erdoberfläche ab! Benedict Grefen führte die 12 Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse am Vormittag in einer kurzweiligen und gut verständlichen Präsentation in die Grundlagen der Raketenantriebe ein und räumte mit einigen Missverständnissen auf.
Besonders beeindruckten die Video-Aufnahmen von Raketentests, die von der ERIG, unter anderem in Polen und Schweden auf „professionellen“ Startrampen durchgeführt wurden.
Nach einer kurzen Mittagspause mit Getränken und belegten Brötchen ging es gestärkt in die zweite Runde. Die Schülerinnen und Schüler begannen in den Werkräumen der OBS Sickte mit der Montage der Raketenbausätze und wurden dabei vom Team der ERIG tatkräftig unterstützt.
Am nächsten Tag trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Sickte auf dem Gelände des FMK Braunschweig, um die Raketen starten zu lassen.
Dass der Workshop ein Erfolg werden würde, zeichnete sich am Freitag schon schnell ab, berichtet Tobias Kathe, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Stiftung Niedersachsenmetall den Workshop an die Oberschule Sickte holte. So war es auch keine Überraschung, dass die Schülerinnen und Schüler bei nasskaltem Wetter am Samstag, ihrem ersten Herbstferientag, pünktlich und gut gelaunt auf dem Gelände des FMK Braunschweig in Sickte eintrafen.
Eine Startgenehmigung war eingeholt, die Startrampen wurden aufgebaut und nachdem die Umgebung mit Posten gesichert war, konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Raketen starten lassen. Dank der eingebauten Fallschirme kamen diese unbeschadet wieder am Boden an und konnten ein zweites Mal, diesmal mit einem noch stärkeren Treibsatz, abheben.
Eine solcher Workshop braucht nicht nur ein engagiertes Team, sondern auch finanzielle Mittel, die von der Stiftung Niedersachsenmetall und der TU-Braunschweig zur Verfügung gestellt wurden.


